© MiaH

Termine

„Schlagartig!“

01.08.2021 / 17:00

© Peter Hundert

Werke von Händel, Deladande, Praetorius, Muffat u.a. für Schlagzeug, Trompeten, Oboen, Streicher und Basso Continuo
 
Ensemble in residence barockwerk hamburg
 
Konzert am Sonntag, 01. August 2021, 17 Uhr, Egestorf an der Kirche, Sudermühler Weg 1, 21272 Egestorf
 
Schlagartig! heißt das neue Programm des ensembles in residence bei „Musik in alten Hei-dekirchen“, barockwerk hamburg. Mit tänzerischer und kriegerischer, königlicher und auch orientalischer Musik wird das Schlagwerk ins Zentrum dieser vielfältigen Palette gerückt und darf von dort seinen ganzen Farbenreichtum entfalten. Es erklingen Tänze aus der Terpsi-chore von Michael Praetorius, „Concerte des Trompettes“ mit Paukenvorspiel von M. R. de Lalande, Ausschnitte aus Georg Friedrich Händels Feuerwerksmusik und Georg Muffats Concerto grosso „Propitia Sydera“. Der Klang der Naturtrompeten, Barockoboen und Streich-instrumente mit Basso Continuo erstrahlt in seiner ganzen Pracht und lässt die eingängigen und schönen Melodien der Werke noch auf dem Heimweg in den Köpfen der Zuhörer*innen nachklingen. 

Ort: an der St. Stephanuskirche, Egestorf, Sudermühler Weg 1, 21272 Egestorf

Wenn’s helle Jagdhorn schallt

08.08.2021 / 17:00

© A. Naumann

Hornquartettmusik aus zwei Jahrhunderten mit Werken von Rossini, Mêchura, 
Mitsushin u.a. sowie Bearbeitungen bis hin zum Swing
 
Hornquartett „Fishermann´s Friends“: Renée Allen, Moritz B. Hass, Cäsar Cabañero Martinez, Stefan Oetter

Das 19. Jahrhundert ist geprägt durch den Begriff der „neuen Empfindsamkeit“. Lieder sollten Gefühle wie die Sehnsucht nach der Natur, Verlust, Liebe oder Verlangen in den Zuhörern wecken. Wie kaum ein anderes Instrument, verkörperte das Waldhorn die Seele der Deutschen Romantik. Sein vier Oktaven umfassender Klang reicht von warm und geheimnisvoll bis heldisch schmetternd und ist in der Lage verschiedenste Emotionen im Publikum hervorzurufen. In diese Zeit fällt auch der Übergang von ventillosen Instrumenten, geschätzt für ihre große Klangpalette, zu Hörnern mit Ventilen, der damals neuesten Erfindung der Technik. Im Konzert werden beide Arten dieser Instrumente zu hören sein. Das Hornquartett „Fischermann‘s Friends“ (zum Teil stammen die verwendeten Instrumente aus dem Bremer Musikhaus A. E. Fischer!) möchte diese spannende Zeit wieder aufblühen lassen. Von der Jagd bis Nocturnes, über Tänze und Romanzen, von Italien bis Russland reicht das Programm, mit originalen Werken von Rossini, Mêchura, Mitushin u.a. sowie Bearbeitungen bekannter Klassiker bis hin zum Swing. 

Ort: Garten der Familie von Petersdorff, Botenberg 2, 21272 Schätzendorf

© barockwerk

Ein Singspiel von Franz Benda für Jung und Alt 
 
Ensemble in residence barockwerk hamburg: 
Micaela Storch-Sieben, Galina Roreck - Violinen, Stephan Sieben - Viola, 
Konstanze Waidosch - Violoncello, Alf Brauer - Violone, 
Dorothee Kunst, Sarah Möller - Traversflöten, Eva-Maria Horn - Fagott, 
Ira Hochman - Cembalo und musikalische Leitung. 
 
Gesangssolisten: 
Der Holzhauer Valentin – Andreas Heinemeyer (Bariton)
Brigitte, seine Frau – Santa Karnite (Sopran)
Wilhelmine, seine Tochter – Marie Richter (Sopran)
Konrad, in Wilhelminen verliebt – Dustin Drosdziok (Tenor)
Der Amtmann/Merkur – Fridolin Wissenmann (Tenor)
Herr Wenzel – Schauspieler N.N.

Die Waldbühne am Aquadies wird im Rahmen der halbszenischen Erst-Wiederaufführung des Singspiels „Holzhauer oder die drei Wünsche“ von Franz Benda zur kongenialen natürlichen Kulisse. 
Das seit 1778 nicht mehr gespielte Märchenstück ähnelt in seiner Machart sehr den typischen Singspielen seiner Entstehungszeit. So wie wir dort auf zutiefst naturverbundene Figuren wie den Papageno treffen, ist auch Bendas Holzhauer Valentin eine Buffo-Figur, die ihren Lebensunterhalt im Wald verdient. Seiner schweren Arbeit leidig geworden, findet er sich plötzlich in einer ganz wunderbaren und doch verzwickten Situation wieder: Drei Wünsche hat er frei und ist vollkommen und maßlos überfordert, die beste Verwendung dafür zu finden. Er sucht Rat beim Amtmann, der es im Grunde auch nicht besser weiß, zusätzlich will seine Frau, die geschwätzige Brigitte, plötzlich ebenfalls ein Wort oder zwei mitreden. Mittendrin will die frisch verliebte Tochter auch noch gegen den Willen der Eltern den mittellosen Jungen aus dem Dorf, der ihr Herz eroberte, heiraten - das Chaos ist vorprogrammiert. Wer wissen möchte, wie zum Geier er da wieder rauskommt und wieso am Ende ohnehin nur „Zufriedenheit das Glück auf Erden“ ist, der sollte sich diesen Abend nicht entgehen lassen!

Ort: Waldbühne am Aquadies, Ahornweg 7, 21272 Egestorf

© A. Röser

Schmetterlinge und Blumenpracht in der Musik von G.Ph. Telemann, Ch.G. Krause und M.P. de Montéclair
 
Ensemble legni a colori: Sevastyana Leonova - Barockvioline/ -viola, Anabel Röser - Barockoboen/Blockflöten und Olga Chumikova – Cembalo/Orgel
 
Bereits barocke Dichter schwärmten von der Pracht „gläntzender Gärten“ und spiegelten diese Pracht gleichermaßen in ihrer Musik. Das Programm des Ensemble legni a colori bringt diesen Gedanken mit zu der Musik in alten Heidekirchen: In der Kulisse der St. Stephanus Egestorf präsentieren die Musikerinnen barocke Werke, in denen der Zauber der Natur seine Spuren hinterlassen hat: Schmetterlinge flattern durchs Programm, Blumen verströmen einen süßen Duft, jeweils manifestiert aus Werken von Georg Philipp Telemann und bisher weniger bekannter Zeitgenossen, wie dem Augsburger Jakob Scheiffelhut und dem aus Berlin stammenden Christian Gottfried Krause.Der historischen Aufführungspraxis entsprechend wechseln die Mitglieder des ensemble legni a colori frei zwischen ihren Instrumenten und eröffnen dadurch den großen Farbreichtum von den weichen Klängen der Flauto dolce und der Oboe d'amore, dem Glitzern des Cembalos bis hin zu den extrovertierten und virtuos zwitschernden Tönen der Violine. So wird auch die Musik selbst zum Abbild „gläntzender Gärten“.

Ort: An der St. Stephanus Kirche, Sudermühler Weg 1, 21272 Egestorf

© Anna-Kristina Bauer

Ensemble ANIMA ŞIRVANI: Deniz Mahir Karat - Blaban (Duduk), Tural Ismayliov - Renaissanceposaune, Sebastian Flaig - Percussion, Pedro Alcàcer Doria - Theorbe

Der West-östliche Diwan, eine von der Poesie des Persischen Dichters Hafis inspirierte und größte Gedichtsammlung von Johann Wolfgang von Goethe, zählt zu den intimsten und zentralsten Auseinandersetzungen der westlichen Literaturgeschichte mit dem Orient und hat seit seiner Entstehung zahlreiche Künstler aller Disziplinen inspiriert. Die Musiker des Ensembles ANIMA ŞIRVANI erschufen daraus ein gleichnamiges Projekt, in dem sie Goethes Diwan aus ihrem persönlichen, pluralen und reichen Kontext und Hintergrund interpretierten. Das Programm des „West-östlichen Divans“ umfasst dabei sowohl Werke der persischen und aserbaidschanischen traditionellen Musik, als auch Stücke deutscher Komponisten der 16./17. Jahrhunderte wie Michael Praetorius, Heinrich Schütz und Johann Walter, die in dieser poetischen Umarmung der kulturellen und religiösen Hintergründe nun auch musikalisch verschmelzen. 

Ort: auf dem Brunshof bei Familie Isernhagen-Rieckmann, Im Schätzendorfe 29, 21272 Schätzendorf

© Tamara Sophie Grieß

Ensemble Los Temperamentos
Swantje Tams Freier - Sopran, Nadine Remmert - Cembalo, Hugo M. De Rodas Sanchez - Barockgitarre, Erzlaute, Néstor F. Cortés Garzón - Barockcello

BAROQUE MEETS BOLERO

Eine musikalische Brücke zwischen zwei Kontinenten


Was zunächst unvereinbar scheint, trifft in diesem abwechslungsreichen Programm vis à
 vis aufeinander und beschert dem Publikum einen Abend voller Kontraste: Neben dem Zusammentreffen zweier Gattungen, zweier Stile und zweier Epochen, musizieren hier vier Musiker aus Kolumbien, Mexiko und Deutschland mit ihren ganz eigenen Traditionen und erschaffen ein erfrischendes Potpourri kultureller und musikalischer Traditionen.  Zwischen impulsiven Tänzen und meisterlichen Instrumentalwerken wie der Sonata K89 in d-moll von Domenico Scarlatti werden die Zuhörer in mexikanischen Tradicionals und Improvisationen einige Überraschungen erleben.

Ort: Hof Peters, Evendorf Dorfstraße 8, 21272 Evendorf

Kontraste

12.09.2021 / 17:00

© Stimmwerk

Chormusik von Hans Leo Haßler, Claudio Moteverdi, Orlando Gibbons, Ola Gjeilo, Peter Maxwell Davies, Jaakko Mäntyjärvi u.a. - Stimmwerk Hamburg
musikalische Leitung – Matthias Mensching

Das Programm »KONTRASTE« des stimmwerk hamburg stellt Chorwerke einander gegenüber, die auf besondere Weise in Beziehung zueinanderstehen, Gegensätze aufzeigen oder die Einheit in scheinbar Gegensätzlichem zum Vorschein bringen.
Dabei kommen neben Motetten und Madrigalen von Monteverdi, Schein und Brahms auch zeitgenössische Werke, wie die Four Shakespeare Songs des gefeierten finnischen Chorkomponisten Jaakko Mäntyjärvi und der Chorzyklus Sügismaastikud (Herbstlandschaften) von Veljo Tormis zur Aufführung. Tormis beleuchtet in seinem Chorzyklus die unterschiedlichen Facetten des beginnenden Herbstes. Die sieben Miniaturen sind musikalisch derart verdichtet, dass man den Farbenreichtum der Jahreszeit beim Hören nahezu vor Augen hat. Lassen Sie uns gemeinsam und von dieser wunderbaren Musik getragen den Beginn dieser magischen Jahreszeit feiern! 

Ort: an der St. Stephanus-Kirche, Sudermühler Weg1, 21272 Egestorf

© KULF

Leider mußten wir das Konzert des Knabenchors am 27.06.2021 in dieser Saison ersatzlos entfallen lassen. Pandemiebedingt konnte der Chor sein Konzert durch fehlende Probenmöglichkeiten nicht vorbereiten. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Der Knabenchor wird im Auftaktkonzert zur Saison 2022 am 26.06.2022 zu hören sein. 
 

Im Sep­tem­ber 1945 von Kir­chen­mu­si­ker Harald Wolff ins Leben geru­fen, knüpft der Kna­ben­chor    Unser Lie­ben Frauen an eine Tra­di­tion geist­li­cher Chor­mu­sik an, die bis zur Kir­chen­grün­dung im Jahr 1020 zurück­reicht. Im Jahr 2020 fei­erte der Kna­ben­chor, dem heute 135 Jun­gen und junge Män­ner ange­hö­ren, neben dem großen Kir­chen­ju­bi­läum auch sei­nen 75. Geburts­tag. 

Das Bre­mer Ensem­ble ist einer der weni­gen deut­schen Kna­ben­chöre, die von einer ein­zel­nen evan­       ge­li­schen Gemeinde getra­gen wer­den. Trotz sei­ner Anbin­dung an die Gemeinde Unser Lie­ben Frauen, in der die jun­gen Sän­ger litur­gi­sche Auf­ga­ben über­neh­men, bei Got­tes­diens­ten, Chor­vespern und großen Kon­zer­ten zu erle­ben sind, ver­steht sich der Chor als über­kon­fes­sio­nell. Seit sei­ner Grün­dung wirbt der Chor für den Gedan­ken der Öku­mene. Bereits unter der Lei­tung sei­nes Grün­ders sang der Kna­ben­chor auch in vie­len katho­li­schen Kir­chen. Einer der Höhe­punkte war dabei 1952 ein Kon­zert im Peters­dom in Rom. 
Seit Anfang der 1950er Jahre unter­nimmt der Kna­ben­chor regel­mä­ßig inter­na­tio­nale Kon­zert­rei­sen.      Ganz bewusst führ­ten diese zunächst in die Län­der der eins­ti­gen Kriegs­geg­ner, wo die Chor­kna­ben      als Bot­schaf­ter eines fried­li­chen neuen Deutsch­lands auf­tra­ten. Anläss­lich des Fest­akts „50 Jahre      Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land“ sang der Kna­ben­chor zudem im Deut­schen Bun­des­tag. Bis heute   ver­bin­det der Chor seine Kon­zerte immer wie­der mit einem über­ge­ord­ne­ten Zweck, bei­spiels­weise mit einer Bene­fiz-Kon­zert­tour durch erhal­tens­werte Dorf­kir­chen in Nord­deutsch­land.

Nach Harald Wolff, Chris Van­dré und Ans­gar Mül­ler-Nan­ninga lei­tet seit 2018 der in Dres­den geborene Kir­chen­mu­si­ker Ulrich Kai­ser den Chor. Zuvor war der Diri­gent unter ande­rem Lei­ter des   Neuen Kna­ben­cho­res Ham­burg, des MDR Kin­der­cho­res und des Leip­zi­ger Voca­len­sem­bles an der Tho­mas­kir­che. Mit inno­va­ti­ven Pro­gramm­kon­zep­ten, einer zuge­wand­ten Jun­gen­päd­ago­gik und einem hohen künst­le­ri­schen Anspruch führt Ulrich Kai­ser die Tra­di­tion des Kna­ben­cho­res Unser Lie­ben Frauen fort.

CV musikalische Leitung - Ulrich Kaiser:
Ulrich Kaiser ist Kirchenmusiker und Leiter des Knabenchores Unser Lieben Frauen Bremen. Seine  Leidenschaft für Chorgesang führte zu einer intensiven musikalischen Ausbildung, die er als      Achtjähriger im Dresdner Kreuzchor begann und im Windsbacher Knabenchor fortsetzte. Bereits als      Chorknabe strebte Ulrich Kaiser danach, in kleineren Projekten Erfahrungen als Dirigent zu sammeln. Schon vor dem Abitur leitete er eigene Chöre und Orchester.
 
Kaisers Begeisterung für Musikpädagogik entstand während seiner Zeit als Leiter des Neuen Knabenchores Hamburg (2003–2011), für den er das Ausbildungsprogramm „Vom Notenlesen zum Blattsingen“ entwickelte. 
Während eines berufsbegleitenden Kirchenmusikstudiums in Lübeck wurde er zum Künstlerischen        Leiter des MDR Kinderchores sowie des Leipziger Vocalensembles gewählt (2011–2018). 
In Bremen fand Kaiser dann schließlich seine Traumstelle, in die er nun seine umfangreichen Erfahrungen einbringen kann: Aufbauend auf leben­diger Traditionspflege liegen ihm dabei eine  ambitionierte Probenarbeit ebenso wie ein intensives Gemeinschaftsgefühl unter „seinen“ Jungs besonders am Herzen.
Ulrich Kaiser (*1973) ist verheiratet und hat einen Sohn.

Ort: Raven, St. Martin, Kirchweg 20, 21388 Soderstorf-Raven